Roland Scholz

Roland Werner Scholz (* 15. April 1950 in Halle (Saale)) ist ein deutscher Mathematiker und Psychologe, sowie emeritierter Professor der ETH Zürich.

Scholz studierte Mathematik in Marburg (mit dem Diplom 1976) and Psychologie in Mannheim, wo er 1979 in Sozialpsychologie promovierte und sich 1987 in kognitiver Psychologie habilitierte. Er wechselte in den 1980er Jahren aus der Grundlagenforschung in die Umweltwissenschaften. Scholz war 1993 bis 2012 Inhaber eines Lehrstuhls für Umweltwissenschaften (Schnittfeld von Natur- und Sozialwissenschaften) an der ETH Zürich. Nach seiner Emeritierung 2013 an der ETH Zürich ist er Privatdozent an der Universität Zürich für Psychologie und an der School of Public Leadership, University of Stellenbosch (Südafrika). Von 2013 bis 2014 war er Projektleiter an dem im Aufbau befindlichen Institute for Material Recycling and Resources Strategies (IWKS, Alzenau, Deutschland) der Fraunhofer-Gesellschaft. In den Jahren 2001/2002 war er König Carl XVI Gustaf Professor an der Chalmers University of Technology (Schweden). Scholz war zudem Gastprofessor oder Gastwissenschaftler an den Universitäten MIT Cambridge, Harvard, Carnegie Mellon Pittsburgh (USA), Leuphana Universität Lüneburg (Deutschland), Graz and BOKU Wien (Österreich), sowie der Universität Göteburg.
Scholz ist Senior Advisor am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB (Stuttgart, Deutschland), als ausserordentlicher Professor an der Fakultät für Ökonomie und Management, University of Stellenbosch (Südafrika) und als Privatdozent für Psychologie an der Universität Zürich affiliiert.
Scholz befasste sich mit Spieltheorie und Entscheidungstheorie, Systemanalyse und Umwelt-Modellierung und Risikoabschätzung, speziell in Fragen von ökologisch nachhaltigen Systemübergängen (urbane und regionale Systeme, Organisationen, Entscheidungsprozesse).
Er ist einer der Pioniere und Entwickler der transdisziplinären Forschung. Seit 1993 führte er jährlich tranzdisziplinäre Projekte zur nachhaltigen Transformation von urbanen und ländlichen Systemen, wirtschaftlicher Organisationen und politischen Prozessen durch. Er war wissenschaftlicher Ko-Leiter des Global TraPs Projekt, dem ersten globalen transdisziplinären Projekt, welches sich mit nachhaltigem Phosphormanagement beschäftigt.
Scholz hat als (Mit-)Autor oder Herausgeber an mehr als 40 wissenschaftliche Bücher und war (Ko-)Autor von mehr als 400 wissenschaftlichen Artikeln. Diese wissenschaftliche Beiträge sind in den letzten Jahren vor allem den Umweltwissenschaften, Nachhaltigkeitswissenschaften zuzuordnen. Scholz publizierte aber auch Arbeiten in der Risiko- und Entscheidungsforschung, den Gesundheitswissenschaften, in Bereichen der Psychologie, der Ökonomie und Organisationswissenschaften, sowie in der Didaktik der Mathematik.

Alternierendes Knotendiagramm

Im mathematischen Gebiet der Knotentheorie ist ein alternierendes Knotendiagramm ein Knotendiagramm, bei dessen Durchlaufen man abwechselnd Über- und Unterkreuzungen durchläuft. Analog ist ein alternierendes Verschlingungsdiagramm ein Verschlingungsdiagramm, für das sich beim Durchlaufen jeder Komponente jeweils Über- und Unterkreuzungen abwechseln.
Ein alternierender Knoten ist ein Knoten, der sich zu einem alternierende Knotendiagramm in der Ebene projizieren lässt. (Nicht jede Projektion muss ein alternierendes Diagramm geben.) Entsprechend ist eine Verschlingung eine alternierende Verschlingung, wenn sie ein alternierendes Verschlingungsdiagramm besitzt.

Ein alternierendes Diagramm heißt reduziert, wenn an jeder Kreuzung vier unterschiedliche Regionen anliegen. Ein reduziertes alternierendes Diagramm berechnet die Kreuzungszahl, d. h. es ist das Diagramm minimaler Kreuzungszahl für den gegebenen Knoten.
Je zwei reduzierte alternierende Diagramme desselben orientierten Knotens gehen durch eine Folge von „Flypes“ (Drehungen eines Tangles um 180°) auseinander hervor. Damit lässt sich leicht entscheiden, ob zwei alternierende Diagramme denselben Knoten darstellen.
Der Seifert-Algorithmus liefert für alternierende Knoten und Verschlingungen eine Seifert-Fläche minimalen Geschlechts . Insbesondere gilt für alternierende Verschlingungen die Gleichung , wobei den Grad des Alexander-Polynoms bezeichnet.
Alternierende Primknoten sind hyperbolisch. Das hyperbolische Volumen eines hyperbolischen Knotens kann durch die Twistzahl (d. h. Anzahl der Twist-Regionen) eines alternierenden Diagramms abgeschätzt werden:
wobei die Gieseking-Konstante bezeichnet.

Kollhellaren

Kollhellaren, auch Refsvikhula genannt, ist eine Höhle in der Moskeneskommune in der norwegischen Provinz (fylke) Nordland. Sie liegt in der Nähe des verlassenen Fischerdorfes Refsvika im südwestlichen Teil der Insel Moskenesøya. In der Höhle befinden sich Höhlenmalereien, die zwischen 2500 und 4000 Jahre alt sind. Insgesamt wurden 33 Figuren an den Wänden des kreuzförmigen Höhlensystems gefunden. Der Eingang der Höhle ist 12 Meter breit und ca. 50 Meter hoch.
Die 115 Meter lange Höhle selbst war lange bekannt. Die Höhlenmalereien wurden jedoch erst im Sommer 1987 entdeckt, als Archäologiestudenten des Tromsø Museums Untersuchungen anstellten. Es ist umstritten, ob die Höhlenmalereien aufgemalt oder abgeschabt wurden. Die Erste Konservatorin des Bergen Museums, Kristen Michelsen, erklärte in ihrem Bericht von 1989, dass die Figuren abgeschabt seien. Der Konservator und Forscher Terje Norsted vom Norsk Institutt for kulturminneforskning (Norwegisches Institut für Denkmalforschung) hingegen erklärte in seinem Bericht von 1998, dass die Figuren aufgemalt seien.
Seit 1994 steht die Höhle unter Denkmalschutz. Es ist möglich, diese mit einem kundigen Führer zu besichtigen.

Jasnogorsk

Jasnogorsk (russisch Ясногорск) ist eine Stadt in Russland in der Oblast Tula. Sie liegt am Fluss Waschana, einem rechten Nebenfluss der Oka, rund 35 Kilometer nördlich der Oblasthauptstadt Tula sowie 160 km südlich von Moskau entfernt. Jasnogorsk ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons (Landkreises) und hat 16.795 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010).

Die Stadt Jasnogorsk wird erstmals in schriftlichen Urkunden aus dem 15. Jahrhundert erwähnt, damals als eine Siedlung namens Laptewo, welche vermutlich nach einem dort ansässigen Gutsherr mit dem Familiennamen Laptew benannt worden war. 1867 erlangte Laptewo einige Bedeutung beim Bau der Eisenbahnstrecke von Moskau nach Tula und weiter südlich nach Kursk; es entstand hier ein Bahnhof, der im Folgenden auch als Umschlagplatz für den Holztransport diente. In den 1880er-Jahren gründete hier der Kaufmann Ippolit Golowin eine Fabrik zur Herstellung landwirtschaftlicher Maschinen. Erst im Jahre 1958 jedoch wurde Laptewo offiziell zur Stadt und erhielt schließlich 1965 den „wohlklingenden“ Namen Jasnogorsk – wörtlich übersetzt in etwa „heitere Stadt“.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Im heutigen Jasnogorsk ist die Maschinenfabrik, die aus dem Betrieb Golowins hervorging, der wichtigste Industriebetrieb. Die Stadt ist von eher ländlicher, vorwiegend aus Holzhäusern bestehenden Bebauung geprägt. Der Bahnhof von Jasnogorsk mit dem aus dem 19. Jahrhundert stammenden Empfangsgebäude ist Haltepunkt für Nahverkehrszüge aus Moskau, Serpuchow und Tula.
Verwaltungszentrum: Tula
AlexinS | BeljowR | BogorodizkR | Bolochowo | DonskoiS | JasnogorskR | JefremowS | KimowskR | KirejewskR | Lipki | NowomoskowskS | PlawskR | SchtschokinoR | Sowetsk | SuworowR | Tschekalin | TulaS | UslowajaR | WenjowR
ArsenjewoR | DubnaR | KurkinoR | NowogurowskiS | OdojewR | Perwomaiski | SaokskiR | SlawnyS | TjoplojeR | TschernR | WolowoR
Archangelskoje
Liste der Städte in der Oblast Tula | Verwaltungsgliederung der Oblast Tula
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons

Jesus Christus Erlöser

Jesus Christus Erlöser ist eine Rezitation von Klaus Kinski, uraufgeführt im Jahr 1971. Thema ist das Neue Testament, der vorgetragene Text ist von Kinski selbst verfasst. Ein Großteil des Textes ist direkt aus dem Neuen Testament übernommen, insbesondere werden Reden Jesu verwendet. Der Vortrag fängt mit den Worten „Gesucht wird Jesus Christus“ an, aus der Perspektive einer polizeilichen Suche nach Jesus Christus. Kinski wechselt die Perspektive mehrmals und lässt neben Jesus auch andere Personen aus Jesu Umfeld zu Wort kommen. Kritische Passagen behandeln das damalige Establishment, Kirchen, Parteien und den damals viel diskutierten Krieg in Vietnam.
Bekannt ist das Stück durch die kontroverse Uraufführung und indirekt dadurch, dass 1999 eine von den Erben Kinskis nicht genehmigte Veröffentlichung von Tonaufnahmen der Uraufführung verboten wurde. Ausschnitte des Mitschnittes werden im Dokumentarfilm Mein liebster Feind von Werner Herzog gezeigt. Einzelne Zuschauer provozierten Kinski mit Zwischenrufen und störten die Vorstellung. Kinski beschimpfte diese und brach die Veranstaltung ab, um Stunden später noch einmal von vorne anzufangen und vor stark reduziertem Publikum den Monolog komplett vorzutragen.

Jesus Christus Erlöser war als große Tournee durch ganz Deutschland geplant und wurde von Kinski am 20. November 1971 in der Deutschlandhalle in Berlin-Westend uraufgeführt. Vor 3000 bis 5000 Zuschauern trug Kinski den Text als Monolog vor. Der Text umfasst etwa 30 Schreibmaschinenseiten (Kinski erwähnte dies während der Aufführung) und sollte in etwa 90 Minuten vorgetragen werden. Dies wurde durch Zwischenrufe aus dem Publikum („Arschloch“) unterbrochen. Kinski fiel aus der Rolle und beschimpfte die Provokateure („Du dumme Sau!“, „Scheiß Gesindel!“). Er brach ab, um den Text nochmal anzufangen. Zwischendurch rief er einen störenden Zuschauer aus dem Publikum auf die Bühne, der sagte, er glaube, dass Kinski nicht der echte Jesus Christus sei, da Jesus „duldsam“ gewesen sei und versucht hätte, andere zu überzeugen und nicht zu sagen: „Halt deine Schnauze“. Kinski vertrieb den Zuschauer brüllend von der Bühne mit diesen Worten: „Nein, er hat nicht gesagt: ‚Halt die Schnauze‘. Er hat eine Peitsche genommen und hat ihm in die Fresse gehauen! Das hat er gemacht, du dumme Sau! Und das kann dir auch passieren!“ Er wandte sich wieder zum Publikum und rief: „Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder, die, die nicht zu dem Gesindel gehören, schmeißen die anderen raus, oder sie haben ihr Geld umsonst bezahlt!“ Mit diesen Worten verließ Kinski die Bühne. Als er wieder auftrat, brachten nach einer Weile weitere Zwischenrufe Kinski wieder aus der Fassung; er stieß einen Zuschauer von sich weg und ließ ihn von der Bühne stoßen. Er drohte, den Vortrag abzubrechen und ging abermals, diesmal mit den Worten: „Und wenn nur ein einziger übrig bleibt, der das hören will, so muss er warten, bis das andere Scheiß-Gesindel weggegangen ist!“ Zuschauer betraten die Bühne und wandten sich per Mikrofon an das Publikum. Ordner drängten einen Zuschauer von der Bühne; im weiteren Verlauf forderten einige Zuschauer, Kinski solle sich bei dem Zuschauer entschuldigen und skandierten „Kinski ist – ein Faschist“.
Im weiteren Verlauf trug Kinski den Text mit weiteren Unterbrechungen vor (etwa eine Stunde), bis er die Aufführung aufgrund der Zwischenrufe abbrach. Ein Großteil der Zuschauer verließ den Vortrag.
Später, etwa um Mitternacht, erschien Kinski nochmal vor der Bühne im Zuschauerraum, wo etwa 100 bis 200 Personen verblieben waren. Er setzte, mit schwacher Stimme, nochmal von Anfang des Textes an. Er unterbrach wegen störender Geräusche und setzte ein zweites Mal an, diesmal trug er den ganzen Text vor. Etwa zwei Stunden nach Mitternacht war die Aufführung beendet.
Die Pressekritiken der nächsten Tage waren zumeist sehr negativ. Kinski wurde, wie es auch ins übliche Kinski-Klischee passte, als nicht ganz ernst zu nehmender Krawallmacher beurteilt.
Es kam noch zu einer zweiten Aufführung am 27. November in der Düsseldorfer Philipshalle, die offenbar ohne nennenswerte Störungen verlief. Der Rest der Tournee wurde aufgrund der Insolvenz des Konzertveranstalters abgesagt. Dieser zweite Auftritt war Kinskis letzter Bühnenauftritt überhaupt.
Im Film „Mein liebster Feind“ macht Herzog dem Publikum den Vorwurf, es habe kein Interesse an einer reibungslosen Aufführung gehabt, sondern habe Kinski provoziert, um „ihn toben sehen zu wollen“.
In dem Lied Glaubenskrieg der deutschen Band Feindflug werden Samples verwendet: „Ich bin nicht der offizielle Kirchenjesus, ich bin nicht euer Superstar“. Auch der Frankfurter DJ und Musikproduzent Oliver Lieb nutze für die Single Jesus ist da Samples aus der Aufführung. Luke Haines verwertete 2009 das gleiche Zitat, ebenso die christliche Oi!-Band Jesus Skins für das Lied „Religion“, bei welchem es sich um eine Interpretation des gleichnamigen Liedes von Slime handelt. Rex Joswig verarbeitet die Rezitation in seinem Stück Kinski in Dub. Außerdem wurde 2003 aus den Passagen der Tribute Sampler The Kinski Files produziert. Die mittlerweile aufgelöste deutsche Band daturah, die ihren Stil selbst als „Ambient Noise Rock“ bezeichnet, verwendete Samples auf dem 2008 erschienenen Album reverie. Auch das deutsche Rap-Duo Pimpulsiv verwendete in ihrem Song „Minimal Klaus“ auf dem Album Hepatitis P, aus dem Jahre 2010, Samples.
Bear Family Records veröffentlichte im Oktober 1999 eine gekürzte Fassung unter der Regie von Volker Kühn als Hörspiel (ISBN 3-89795-662-4). Diese Fassung erschien in einer Auflage von 1000 Stück und wurde im Dezember 1999 wieder zurückgezogen, aufgrund einer Klage der Erben Klaus Kinskis (Minhoï und Nanhoï Nikolai). 2006 wurde der Vortrag erneut als Hörspiel veröffentlicht.
Peter Geyer, der auch beim späteren Film Regie führte, veröffentlichte 2006 ein Buch über die Ereignisse, das neben von Kinski verfassten Gedichten auch den beim Vortrag in Teilen abgeänderten Originaltext des Monologs enthält.
Die Aufführung vom 20. November 1971 wurde gefilmt und 2008 als Kinofilm, neu geschnitten, veröffentlicht. Im Film wird das verfügbare Material gekürzt gezeigt. Textpassagen aus Kinskis Autobiographie Ich brauche Liebe (1991) werden eingeblendet, in den Momenten wo Kinski die Bühne verlässt.

Al Kahira

Ulla
Al Kahira (alternative Schreibweise Alkahira, Arabisch: Kairo, ex schwedisch Ulla) war ein ägyptischer Dampfer, der am 13. März 1959 im belgischen Ostende durch einen terroristischen Sprengstoffanschlag versenkt wurde. Die Täter wurden nie ermittelt. Seinerzeit wurde die Rote Hand für das Attentat verantwortlich gemacht; seit Mitte der 1990er Jahre ist gesichert, dass es sich dabei lediglich um eine Tarnorganisation des französischen Service Action handelte, der wenige Monate zuvor in Hamburg den Bremer Frachter Atlas versenkt hatte.
Aus der Schiffsgeschichte sind keine besonderen Vorkommnisse bekannt. Das Schiff wurde als Ulla für die Reederei AB Transmarin in Helsingborg gebaut. Im November 1954 wurde es für 170.000 britische Pfund an die Khedival Mail SAE in Alexandria verkauft.
Am 13. März 1959 fand an Bord der Al Kahira in Ostende eine schwere Explosion statt, durch die das Schiff auf Grund gesetzt wurde. Ob dabei Personen zu Schaden kamen, ist nicht bekannt. Am 24. April wurde das abgedichtete Wrack nach Antwerpen zur Untersuchung geschleppt. Da sich eine Reparatur offenbar nicht lohnte, wurde es 1960 in Brügge abgewrackt.
Da im Kontext des Algerienkriegs sowohl in Tanger als auch in Hamburg Schiffe durch Sprengstoffanschläge versenkt worden waren, die im Verdacht standen, für die algerische Befreiungsfront Waffen, Munition oder Sprengstoffe zu transportieren, fiel der Verdacht seinerzeit auf die Rote Hand; Täter wurden jedoch nie ermittelt. Erst in den 1990er Jahren wurde bekannt, dass die Rote Hand nur eine vom Service Action geschaffene Tarnorganisation war, um Spuren zu verwischen.

Japan Ice Hockey League 1971/72

Die Saison 1971/72 war die sechste Spielzeit der Japan Ice Hockey League, der höchsten japanischen Eishockeyspielklasse. Meister wurden zum insgesamt zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Seibu Prince Rabbits. Topscorer mit 29 Punkten wurde Hitoshi Wakabayashi von Meister Seibu Prince Rabbits.

In der Regulären Saison absolvierte jede der fünf Mannschaften insgesamt acht Spiele. Der Erstplatzierte nach der Regulären Saison wurde Meister. Für einen Sieg erhielt jede Mannschaft zwei Punkte, bei einem Unentschieden einen Punkt und bei einer Niederlage null Punkte.
GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden
1966/67 | 1967/68 | 1968/69 | 1969/70 | 1970/71 | 1971/72 | 1972/73 | 1973/74 | 1974/75 | 1975/76 | 1976/77 | 1977/78 | 1978/79 | 1979/80 | 1980/81 | 1981/82 | 1982/83 | 1983/84 | 1984/85 | 1985/86 | 1986/87 | 1987/88 | 1988/89 | 1989/90 | 1990/91 | 1991/92 | 1992/93 | 1993/94 | 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99 | 1999/00 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04

Gmina Toszek

Die Gmina Toszek (deutsch Gemeinde Tost) ist eine Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) in Polen im Powiat Gliwicki. Sie gehört zur Woiwodschaft Schlesien im historischen Oberschlesien. Der Gemeindesitz ist Toszek.

Die Gemeinde liegt im mittleren Oberschlesien im Nordwesten des Powiat Gliwicki und grenzt an die Stadt:
und an die Gemeinden:
Die Gemeinde Toszek hat eine Fläche von 98,53 km², davon sind:
74 % Flächen für die Landwirtschaft 18 % Waldflächen Die Gemeinde nimmt 14,85 % der Fläche des Landkreises ein.
In der Gemeinde befinden sich:
Städte:
Orte mit Schulzenamt:
Weitere Ortschaften: Bliziec, Brzezina, Grabina, Grabów, Kopanina, Kotulin Mały (Klein Kottulin, 1936–1945 Rodlingen), Las, Laura, Łączki, Nakło, Skały (Skaal, 1936–1945 Webern O.S.), Srocza Góra (Elsterberg), Szklarnia, Wrzosy, Zalesie
Neben der polnischen Bevölkerung gaben bei der Volkszählung 2002 9 % an die deutsche Nationalität (Volkszugehörigkeit) zu haben und 6 % bekannten sich zur schlesischen Nationalität. Bei der Volkszählung 2011 berechnete man einen Bevölkerungsanteil von 10,3 % mit einer deutschen Nationalität.
Die Gemeinde Toszek verfügt über vier Grundschulen und ein Gymnasium.
In der Gemeinde werden Angebote zum Agrotourismus angeboten.
Gierałtowice (Gieraltowitz) | Knurów (Knurow) | Pilchowice (Pilchowitz) | Pyskowice (Peiskretscham) | Rudziniec (Rudzinitz) | Kieferstädtel / Sośnicowice | Toszek (Tost) | Wielowieś (Langendorf)

Georg Netzband

Georg Netzband (* 30. Juli 1900 in Berlin; † 7. April 1984 in Lindenberg im Allgäu) war ein deutscher Maler und Kunstpädagoge.

Georg Netzband leistete nach der mittleren Reife ab 1917 Hilfsdienst und ab Juli 1918 Kriegsdienst in Frankreich. Ende 1918 begann er das Studium an der Staatlichen Kunstschule Berlin in den Klassen von Georg Tappert (Graphik), Bernhard Hasler (Malerei) und Georg Walter Rössner (Zeichnen). 1919 stellte er erstmals bei der Großen Berliner Kunstausstellung im Raum der Novembergruppe aus. Seine Arbeiten wurden fortan dort regelmäßig gezeigt und auch in den Ausstellungen der Preußischen Akademie der Künste. 1921 machte er ein Zeichenlehrerexamen und war in den Folgejahren bis 1924 an der Reform des Zeichen- und Werkunterrichts beteiligt. Als Lehrer war er auf der Schulfarm Insel Scharfenberg und an Berliner Stadtschulen tätig. 1923 erfolgte die erste große Ausstellung der Ergebnisse des neuen Unterrichts, die von Hasler in eine Reform des Kunstunterrichts und der Kunstlehrerausbildung in Preußen eingebracht wurden. Im Jahr 1931 erhielt Netzband ein Stipendium der Stadt Berlin für einen Studienaufenthalt in Paris.
In der Zeit des Nationalsozialismus publizierte Netzband mehrere kleinere Bücher und wirkte bei der Erstellung von Lehrmaterialien der Reichsstelle für den Unterrichtsfilm mit. Er wurde mehrfach festgenommen und verhört. 1936 erhielt er wegen politischer Unzuverlässigkeit ein Ausstellungsverbot für die Preußische Kunstakademie und die Berliner Kunstausstellung. Im Jahr 1937 hatte er in der Berliner Galerie Gurlitt noch eine Einzelausstellung. Seine politischen Bilder steckte er in Blechbehälter, die er vergrub, und die dadurch diese Zeit überstanden.
Netzband wurde 1940 zur Wehrmacht eingezogen und kehrte 1947 kriegsversehrt aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft nach Lindenberg im Allgäu zurück. Von 1950 bis 1968 arbeitete er in West-Berlin als Kunstlehrer und Fachseminarleiter für Kunst und Werken im Lehrerseminar Berlin-Schöneberg, wobei er mit dem Fotografen Fritz Eschen drei fachdidaktische Schriften herausgab.
1968 zog er wieder ins Allgäu, seine Bilder wurden im In- und Ausland auf kleinen Ausstellungen gezeigt. Netzband erhielt 1981 das Bundesverdienstkreuz.

Rittergut Remeringhausen

Das Rittergut Remeringhausen ist ein seit dem Ende des 16. Jahrhunderts nachgewiesenes Rittergut in der Stadt Stadthagen im Landkreis Schaumburg.

Das Rittergut liegt am Ortsrand von Heuerßen an den nord-östlichen Ausläufern des Bückeberges rund 90 Meter über NN. Es befindet sich unweit südlich der Bundesstraße 65 zwischen Stadthagen und Bad Nenndorf.
Im Jahre 1565 erbte Börries von Münchhausen (* 1515), Herr auf Apelern, Drost zu Lauenau, das Rittergut Hessisch Oldendorf sowie einen Meierhof in Remeringhausen von seinem Schwiegervater Claus Büschen. Beide Anwesen vererbte er sie seinem Sohn Ludolph von Münchhausen, der hier und in Oldendorf eine berühmte Bibliothek zusammentrug. Dieser wandelte durch Bauernlegen den Hof eines leibeigenen Meiers in ein eigenbewirtschaftetes Gut um; Status und die Vorrechte eines Ritterguts erhielt es jedoch erst unter seinem Sohn. Ludolph heiratete 1600 die 15-jährige Anna von Bismarck aus dem Hause Krevese und Schönhausen. Sie hatten 18 Kinder, darunter 5 Söhne. Ludolph errichtete in Remeringhausen ein Renaissanceschloss, von dem heute noch ein Nebentrakt steht. 1596 hatte er die dieses Gebäude schmückende Sonnenuhr von Henning Ebbeke, Amtmann zu Sachsenhagen, erworben. Später wurde der Bau durch ein barockes Herrenhaus ersetzt, das heute noch steht. Das Rittergut befindet sich seit über 500 Jahren im Familienbesitz. Als eines von vielen Gütern der Familie von Münchhausen in der Region, darunter Apelern, Nienfeld, Hessisch Oldendorf und Lauenau, wurde es öfter von kinderlosen Besitzern an Neffen vererbt. Der Name der Eigentümer änderte sich daher im 20. Jahrhundert. 1952 erbte Eberhard von Breitenbuch das Gut. Heutige Eigentümerin ist seine Enkelin, Tania von Schöning.
Einige Historiker vermuten, dass Remeringhausen (bis ca. 1700 „Remerhusen“) einst ein Spähposten der Römer war. Die Lage oberhalb einer weitläufigen Ebene ist ein Ort, an dem jede Truppenbewegung auf dem Hellweg als Vorläufer der heutigen B 65 beobachtet werden konnte. Die quadratische Geländeplattform, die nachweislich bereits um 1600 bestand, war typisch für befestigte Römerlager. Später hätte dieser Bereich den Bewohnern des Dorfes Heuerßen als Wehrburg gedient. Während des Dreißigjährigen Krieges diente das Rittergut der Familie von Münchhausen als befestigter Wehrhof.
Das Ensemble wird von dem 1599 errichteten Weserrenaissanceschlösschen und dem 1701 errichteten barocken Herrenhaus geprägt. Man erreicht den Innenhof über eine Brücke und ein Torhaus. Die Brücke wurde 1750 errichtet; das Torhaus wurde 1930 nach einem Brand wieder aufgebaut. Eine steinerne Sonnenuhr aus dem Jahre 1556 befindet sich am Schlösschen. Der gesamte Gebäudekomplex wird von einem breiten Wassergraben eingerahmt. Über eine weitere Brücke erreicht man den im Stil eines englischen Landschaftsgarten gestalteten Park.
Der Dichter Börries Freiherr von Münchhausen verbrachte auf dem Rittergut, das seinem Vater und später seinem Bruder gehörte, etliche Wochen und verfasste hier seine Ballade „Der Letzte des Geschlechts“ über seinen Vorfahren Claus Büschen.
Das Rittergut befindet sich im Privatbesitz und wird landwirtschaftlich genutzt. Außerdem finden auf dem Gelände in der Art von Landpartien Ausstellungen und Veranstaltungen, wie z. B. das Parkfestival Romantic Garden, statt. Für festliche Anlässe können Räumlichkeiten gemietet werden. Das sogenannte Scheunenfest, das den Auftakt zu jeder Staffel der RTL-Erfolgssendung Bauer sucht Frau bildet, findet jedes Jahr auf dem Rittergut statt.
Enzen | Hobbensen | Habichhorst-Blyinghausen | Hörkamp-Langenbruch mit Teilen des Brandshof (Forsthaus Halt) | Krebshagen | Obernwöhren mit Habrihausen | Probsthagen mit dem Schäferhof | Reinsen mit Remeringhausen | Stadthagen (Kernort) mit Brandenburg und dem Bruchhof | Wendthagen-Ehlen mit der Wendthöhe
52.3286111111119.2702777777778Koordinaten: 52° 19′ 43″ N, 9° 16′ 13″ O